VENEDIG ist eine Gemeinde von 266'181 Einwohnern, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Region Venetien. Die Stadt entsteht in der venezianischen Lagune im Golf von Venetien 28 km von Treviso und 30 von Padua. Sie wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Es heisst, dass Venedig von den ehemaligen Bewohnern der padanischen Ebene gegründet wurde, die im Jahre 568 vor den Langobarden auf die 118 Laguneninseln flohen. An der Aussengrenze des byzantinischen Imperiums liegend, entwickelte Venedig eine gewisse Unabhängigkeit, was schliesslich dazu führte, dass die Stadt zusammen mit Genua, Pisa und Amalfi Teil der Meeresrepubliken wurde. Der Regierungschef war der Doge (vom lateinischen dux, Führer), der theoretisch auf Lebenszeit gewählt war. In der Praxis jedoch kam es oft vor, dass der Doge sein Amt aufgrund von unzufriedenstellenden Ergebnissen seiner Regierung aufgeben musste. Auf dem Höhepunkt seiner Macht kontrollierte Venedig grosse Teile der adriatischen Küste, einige Inseln der Ägäis, inklusive Kreta, und gehörte zu den wichtigsten Handelsmächten des Mittleren Orients. Ihr Territorium erstreckte sich in Italien bis hin zum Gardasee und zum Fluss Adda. Im Gegensatz zu anderen Imperien seiner Zeit war Venedig etwas aufgeklärter, und so wandten sich denn auch viele der von Venedig kontrollierten Städte wie Bergamo, Brescia und Verona zur Zeit der ausländischen Invasionen an sie und baten um Hilfe. Was Religion anging, war die Republik Venedig immer auf Autonomie bedacht und in Bezug auf andere Religionen relativ tolerant. Diese unabhängige Haltung brachte die Stadt oft in Konflikt mit dem Papst.
Am 21. November 1630 machte der Senat von Venedig ein feierliches Versprechen: Falls die Pest aufhörte, würde die Stadt einen grossen, der Madonna geweihten Tempel bauen. Aus den Annalen lässt sich ersehen, dass genau von diesem Tag an niemand mehr an der Pest gestorben sei. Die Venezianer hielten ihr Versprechen und begannen sofort mit dem Bau eines Tempels in barockem Stil, der den Namen Madonna della Salute trug.
Im 18. Jahrhundert war Venedig eine der bedeutendsten Städte Europas und hatte einen grossen Einfluss auf die Kunst, Architektur und Literatur der Zeit. Ihr Territorium umfasste Venetien, Istrien, Dalmatien, Katharo und einen Teil der Lombardei. Am 12. Mai 1797 jedoch, nach 1070 Jahren Unabhängigkeit, wurde die Stadt von Napoleon Bonaparte erobert. Der Doge Ludovico Manin wurde von Napoleon gezwungen abzudanken. Die Versammlung der Republik Venetien wurde aufgelöst und die Übergangsregierung des Stadtrats Venedig verkündet. Am 16. Mai 1797 besetzten französische Truppen Venedig. Mit der Restauration und dem Vertrag von Campoformio zwischen Franzosen und Österreichern am 17. Oktober 1797 wurde der Stadtrat von Venedig aufgelöst und die Gebiete Venetien, Istrien, Dalmatien und das Gebiet um Katharo Österreich zugeteilt. Unter der österreichischen Herrschaft von Franz von Habsburg-Lothringen entsteht am 18. Januar 1798 die Provinz Venetien. Nach der Restauration nach der napoleonischen Periode und dem Wienerkongress, geht Venedig am 9. Juni 1815 an die Lombardei-Venetien, und im Jahr 1866 wird es Teil des Königreichs Italien
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